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		<docs>http://blogs.law.harvard.edu/tech/</docs>
		<description>RSS-Feed from https://www.enantiomer.at/</description>
		<link>https://www.enantiomer.at/</link>
		<title><![CDATA[Xylo - Kunterbuntes und noch mehr - Kategorie: Interessantes]]></title>
		<ttl>60</ttl>
		
<item>
	<title><![CDATA[univadis - oder: Mehr Schokolade!]]></title>
	<description><![CDATA[Seit einiger Zeit bin ich auch auf <a href="http://www.univadis.at" target='_blank'>univadis</a> freigeschalten, auch als Pharmaziestudent darf man von den neuesten Forschungsergebnissen erfahren. ^^<br />
<br />
Univadis bietet online einen guten Überblick über aktuelle Veröffentlichungen verschiedener Studien und Forschungsergebnisse.<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Sie finden auf univadis aktuelle medizinische Nachrichten, Recherchehilfen und zertifizierte Fortbildung (e-CME). Darüber hinaus stehen Ihnen Inhalte zu den Themen Gesundheitspolitik, Wirtschaft, und allem, was sonst noch in der Welt passiert, zur Verfügung.</fieldset><br />
<br />
Ich schau eigentlich recht oft auf die Seite. Praktisch ist zudem, dass ich einige Artikel an der Uni kostenlos ansehen/ runterladen kann, die ich sonst bezahlen müsste.<br />
<br />
Derzeit wird gerade über neuere Ergebnisse bezüglich HPV-Infektionen und Impfschutz berichtet, was mich besonders interessiert hat, da ich im ersten Pharmakologie-Praktikum eine Ausarbeitung über die vorangegangenen Studien geschrieben habe.<br />
<br />
Interessant ist aktuell das Ergebnis einer Studie*, die besagt, dass sich eine längerfristige Ernährung mit niedrigem Kohlenhydrate-Anteil und hohem Protein-Anteil negativ auf die Gesundheit auswirkt, genau genommen ist das Risiko eines kardiovaskulären Ereignisses höher - es kommt also z.B. zu mehr Herzinfarkten und Schlaganfällen.<br />
<br />
<br />
*(Lagiou P, Sandin S, Lof M, et al. Low carbohydrate-high protein diet and incidence of cardiovascular diseases in Swedish women: prospective cohort study. BMJ. 2012; 344:e4026 doi: 10.1136/bmj.e4026)]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=98#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=98</link>
	<pubDate>Sat, 21 Jul 2012 15:48:00 +0200</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Stärke unterm Mikroskop]]></title>
	<description><![CDATA[Heute gibts ein paar Fotos von verschiedenen Stärken unterm Mikroskop:<br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/Uni/solani_amylum_400fach_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/Uni/solani_amylum_400fach_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
Kartoffelstärke, Solani amylum, aus den Knollen von Solanum tuberosum, <br />
30 bis 100 mikrometer groß, eiförmig, exzentrische Schichtung<br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/Uni/maydis_amylum_400fach_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/Uni/maydis_amylum_400fach_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
Maisstärke, Maydis amylum, aus Karyopsen von Zea mays,<br />
bis 25 mikrometer groß (runde Körner bis 35 mikrometer), polyedrisch oder rund, mit zentralem Spalt<br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/Uni/tritici_amylum_400fach_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/Uni/tritici_amylum_400fach_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
Weizenstärke, Tritici amylum, aus Karyopsen von Triticum aestivum<br />
Großkörner bis 60 mikrometer, Kleinkörner bis 10 mikrometer, rund, zentrische Schichtung<br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/Uni/oryzae_amylum_400fach_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/Uni/oryzae_amylum_400fach_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
Reisstärke, Oryzae amylum, aus Karyopsen von Oryza sativa<br />
2 bis 5 mikrometer groß, polyedrisch<br />
<br />
Die Fotos sind alle bei einer 400fachen Vergrößerung aufgenommen, deshalb sieht man gleich, wie stark die sich die verschiedenen Stärken in der Größe voneinander unterscheiden.<br />
Nachdem ich die Kamera einfach vors Okular halte und ins Mikroskop fokusiere, werden manche Fotos nicht ganz scharf, gerade bei der Weizenstärke ist die zentrische Schichtung erst bei genauerem Betrachten zu erahnen. Dafür ist die exzentrische Schichtung bei der Kartoffelstärke umso schöner sichtbar! :)<br />
Karyopsen sind übrigens die Früchte der Gräser (Poaceae).]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=66#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=66</link>
	<pubDate>Sat, 17 Mar 2012 23:27:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Mpemba-Effekt]]></title>
	<description><![CDATA[Bis vor kurzem habe ich noch nie von dem Gerücht gehört, dass man in den Kochtopf kaltes Wasser füllen soll, weil das angeblich schneller kocht als warmes - und man so Zeit spart.<br />
Mit großen Augen und Ohren dachte ich zuerst, das sei ein Scherz, bis ich es dann unabhängig voneinander von verschiedenen Leuten gehört habe...<br />
Nun im net nachgelesen und meine Meinung bestätigt bekommen: Das ist völliger Unsinn!<br />
<br />
Dabei bin ich aber auf einen interessanten Effekt gestoßen: den <strong>Mpemba-Effekt</strong>.<br />
<strong>Demnach gefriert heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller als kaltes.</strong><br />
<br />
Laut Wikipedia ist die Ursache noch nicht restlos geklärt, zwei Ursachen stehen aber vorderrangig in Diskussion:<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Es gibt jedoch Theorien, welche zum einen die wesentliche Ursache darin sehen, dass die Menge des wärmeren Wassers beim Abkühlen in einem offenen System durch Verdunstung im Vergleich zur Menge des kühleren Wassers überproportional abnimmt.<br />
[...]<br />
Zum anderen gibt es die Theorie, dass im Wasser gelöste Salze (Carbonate) bei hohen Temperaturen ausfallen und so keinen Einfluss mehr auf den Gefrierpunkt haben.<br />
[...]<br />
Der Mpemba-Effekt tritt jedoch nur bei bestimmten thermodynamischen Bedingungen und längst nicht immer auf.</fieldset><br />
Bei Wikipedia könnt ihr den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mpemba-Effekt" target='_blank'>Mpemba-Effekt</a> ausführlicher nachlesen.<br />
]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=55#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=55</link>
	<pubDate>Tue, 18 Oct 2011 20:13:00 +0200</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Mittel, die Geld kosten]]></title>
	<description><![CDATA[Eigentlich hätte das ein kurzer Post über den heutigen, originellen Artikel in der "Heute" werden sollen, nach der ersten Suche bei google, hat sich mein Weg aber die letzte Stunde wirr durchs Internet geschlängelt, bis er schließlich bei der Apothekerkammer geendet hat.<br />
Und das muss nun hier gepostet werden!<br />
<br />
Zuerst mal der Artikel der Heute:<br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/diverses/Heute_2011_10_14_1_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/diverses/Heute_2011_10_14_1_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/diverses/Heute_2011_10_14_2_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/diverses/Heute_2011_10_14_2_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
<br />
<a href="http://www.enantiomer.at/upload/diverses/Heute_2011_10_14_3_big.jpg" target='_blank'><img alt='Picture' src='http://www.enantiomer.at/upload/diverses/Heute_2011_10_14_3_small.jpg' border='0' class='blogged_image' /></a><br />
<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Diese 100 Medikamente helfen Ihnen wirklich</fieldset><br />
Aufgelistet sind hier Arzneimittel, homöopatische Mittel und Nahrungsmittel - dass die beiden letzten keine Medikamente sind, sei an dieser Stelle erwähnt aber nicht weiter erklärt (dazu im nächsten Blogeintrag).<br />
<br />
Jedenfalls fiel mein Blick auch auf die Mittel, die (angeblich) gegen Übergewicht helfen. Formoline L112 ist ein hübscher, klingender Name, also hab ich den gleich einmal gegoogelt.<br />
Man findet <a href="http://formoline.de/" target='_blank'>diese Seite</a>, bei der man sofort riecht, dass das kaum ein Arzneimittel sein kann. Formoline bindet angeblich das Fett der Nahrung, sodass es ausgeschieden wird und der Körper so die überschüssigen Kalorien gleich wieder los wird... und das Ganze gibts rezeptfrei!<br />
Also hab ich in der <a href="http://www.enantiomer.at/upload/pdf/formoline_gebrauchsinformation.pdf" target='_blank'>Gebrauchsinformation</a> nach einer Zulassungsnummer gesucht - jedes Arzneimittel hat nämlich eine Zulassungsnummer, mit der man es schnell & leicht von einem Nahrungsergänzungsmittel unterscheiden kann, (und die gibts nur, wenn die Wirksamkeit nachgewiesen wird!)<br />
In der Gebrauchsinformation hab ich zwar keine Zulassungsnummer gefunden, aber die Registriernummer "DE/CA66/Certmedica/001". Dazu findet man bei google leider nichts.<br />
Angenommen hab ich zwar, dass auch in Deutschland die Zulassungsnummer "Zulassungsnummer" heißt, aber wer weiß, vielleicht heißt die ja dort Registriernummer... Verunsichert hat mich zusätzlich der Untertitel "Medizinprodukt" unter dem "Formoline L112".<br />
Gefunden hab ich dann die Info, dass <a href="http://www.dimdi.de/static/de/mpg/adress/behoerden/klifo-liste.htm" target='_blank'>CA66</a> für die Regierung von Unterfranken steht, das hat mir aber nicht sonderlich weitergeholfen. Unter <a href="http://www.certmedica.de/" target='_blank'>Certmedia</a> findet man ein Unternehmen, das Medizinprodukte vertreibt. Unter der Kategorie "Produkte" findet man Formoline L112, Eiweiß-diät und Desinfé. Eine spannende Seite, unbedingt mal anschauen... ^^<br />
<br />
Also wieder zurück auf formoline.de, da gibts ja auch eine Fachinfo. Dazu muss man sich über DocCheck einloggen - jedoch leider:<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Die Seiten, die Sie aufgerufen haben, sind für Studenten leider nicht zugänglich!<br />
<br />
DocCheck hat keinen Einfluss auf die Auswahl der jeweils zugelassenen Berufsgruppen: Es liegt im freien Ermessen jedes Betreibers einer Website, welche Berufsgruppen Zugang zum geschützten Bereich haben. Für Anfragen wenden Sie sich bitte direkt an den Betreiber der Website.</fieldset><br />
"Ahja, sowas aber auch", denk ich, und frage mich, ob das nicht nur ein fake ist...<br />
Über google gelange ich jedoch zur "<a href="http://www.enantiomer.at/upload/pdf/formoline_fachinformation.pdf" target='_blank'>Information für Fachkreise</a>", gleiches Design wie die Gebrauchsinformation. Da steht:<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>formoline L112 ist ein registriertes Medizinprodukt der Klasse<br />
III, das als Lipidadsorbens für die gesamte EU unter der Nummer<br />
DE/CA66/Certmedica/001 registriert wurde.</fieldset><br />
Hui, ein Medizinprodukt der Klasse III, das entspricht hohem Gefahrenpotential. ^^<br />
(Klasse III des Medizinproduktegesetzes beinhaltet z.B. langfristige Medikamentengabe, direkte Anwendung an Herz oder ZNS (Herzkatheter), natürliche invasive Empfängnisverhütung,...)<br />
In der Fachinfo sind einige Studien, mit hübschen, bunten Grafiken versehen, die muss ich mir jedoch erst anschauen, denn zuerst muss ich nochmal zurück auf Certmedia: dort war der Hinweis<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Weitere klinische Ergebnisse bestätigen die Leistungsfähigkeit von formoline L112 in der Anti-Adipositas Behandlung</fieldset><br />
Klickt man auf den Link, wird man weiterverwiesen.<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Ärzte- und Apothekenfachportal<br />
Alle Veröffentlichungen, Studien sowie weiteren Service finden Sie in unseren Fachportalen auf fachportal.formoline.de</fieldset><br />
Das <a href="http://fachportal.formoline.de/" target='_blank'>Fachportal</a> sollte sich jeder mal ansehen, geht recht schnell, es gibt nämlich nur eine Seite mit Bild und kurzem Text und 4 Links zu Online Fortbildungen. ^^ Studien oder Informationen irgendeiner Art sind hier nicht zu finden.<br />
(Jedoch gibt es auch den Hinweis: "Das Fachportal befindet sich z.Zt. im Beta-Status. In den nächsten Wochen werden wir viele Neuerungen veröffentlichen.")<br />
Ich werde berichten, falls es dort was Neues gibt!<br />
<br />
Mein Weg durch den Informationsdschungel hat mich noch an <a href="http://www.dimdi.de" target='_blank'>verschiedensten</a> <a href="http://www.pharmnet-bund.de" target='_blank'>Stellen</a> vorbei geführt, bis mir dann die Idee in den Sinn kam, einfach mal bei der Apothekenhotline nachzufragen, ob Formoline bei uns erhältlich ist und ob es ein Arzneimittel oder ein Nahrungsergänzungsmittel ist. <br />
Von dort wurde ich zur Apothekerkammer weiterverbunden, wo mir ein freundlicher Mann erklärt hat, dass es sicher kein Arzneimittel ist. Vielleicht ist es ein Nahrungsmittel, vielleicht sogar ein Nahrungsergänzungsmittel... ^^<br />
<br />
Endlich habe ich also meine Vermutung bestätigt bekommen: Es ist kein Arzneimittel!<br />
Es sieht zwar aus wie eines und wird auch so beworben, es hat aber keine Zulassung.<br />
<br />
...Und zu guter Letzt: jedem, der abnehmen will, empfehle ich, ab und zu eine Mahlzeit durch eine <a href="http://www.maerchenwirkstatt.de/steinsuppe.htm" target='_blank'>Steinsuppe</a> zu ersetzen! ;)<br />
]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=53#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=53</link>
	<pubDate>Fri, 14 Oct 2011 14:52:00 +0200</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Pharmazie, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Serendipity]]></title>
	<description><![CDATA[Das Wort rollt leicht von der Zunge und fühlt sich beim Aussprechen eigentlich ganz angenehm an, deshalb werd ich natürlich versuchen, es möglichst oft in Sätze einzubauen... ^^<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Serendipity" target='_blank'><em>Serendipity</em></a> :)<br />
Genauso nett wie das Wort an sich ist auch seine Bedeutung und seine Herkunft.<br />
<br />
Zuerst zur Bedeutung:<br />
Serendipity beschreibt Entdeckungen, die gemacht werden, wenn eigentlich nach etwas anderem gesucht wird. Also Entdeckungen, die durch Zufall gemacht werden, wobei nicht nur der reine Zufall zur Entdeckung beiträgt, sondern auch die Beobachtungsgabe und das Verstehen des Forschers von Bedeutung sind.<br />
<br />
Einige Arzneistoffe wurden so gefunden - man untersuchte Stoffe in der Hoffnung die Krankheit xy kurieren zu können und bemerkte dabei zufällig, dass dieser Stoff bei einer ganz anderen Krankheit hilft. <br />
Sildenafil, der Wirkstoff von Viagra, wurde eigentlich als Mittel gegen Bluthochdruck an Probanden getestet. Auch Penicillin wurde beispielsweise durch Serendipity gefunden, denn eigentlich war Flemings Bakterienkultur mit Schimmelpilz <em>verunreinigt</em>.<br />
<br />
Die Wortherkunft:<br />
Zum ersten Mal verwendet wurde das Wort Mitte des 18.Jh. in einem Brief von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Horace_Walpole,_4._Earl_of_Orford" target='_blank'>Horace Walpole</a> an einen Freund, er bezieht sich dabei auf ein Märchen, bzw. Buch: "Die drei Prinzen von Serendip", das vermutlich vom indisch-persischen Dichter <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Amir_Khusro" target='_blank'>Amir Khusro</a> (um 1300) stammte. Serendip hieß das heutige Sri Lanka.<br />
Die Geschichte handelt von drei Prinzen, die von ihrem Vater in die Welt geschickt wurden und auf ihrem Weg nicht das finden, was sie suchen, sondern viele andere Dinge entdecken, die nicht weniger wertvoll sind.<br />
<br />
Nicht erstaunlich also, dass einige Firmen dieses interessante Wort im Firmennamen verwenden. Vor einiger Zeit hat es anscheinend auch einen Film mit dem Titel gegeben; Bücher mit "Serendipity" im Titel gibt es übrigens auch nicht grad wenige.]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=46#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=46</link>
	<pubDate>Mon, 18 Apr 2011 22:51:00 +0200</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Generika - Biosimilars]]></title>
	<description><![CDATA[Der Begriff der Generika ist heute eigentlich schon jedem bekannt, "Biosimilars" kennen, glaub ich, nicht so viele.<br />
<br />
Entwickelt eine Firma ein neues Medikament, so fließt viel Geld in die Findung des Arzneistoffs und dessen Entwicklung - die Präklinische und die Klinische Entwicklung. Es müssen Studien gemacht werden und der Arzneistoff muss zugelassen werden. Danach hat die Firma noch den Rest des Patentschutzes Zeit, um die Kosten durch den Verkauf des neuen Medikaments wieder einzunehmen.<br />
Läuft das Patent ab, so kann jeder diesen Arzneistoff als <strong>Generikum</strong> auf den Markt bringen. Dadurch werden viele Kosten gespart: Die Findung des Arzneistoffs fällt logischerweise weg, auch müssen keine Klinischen Studien gemacht werden: Es genügt die Bioäquivalenz nachzuweisen: Die beiden Arzneimittel müssen die gleiche Fläche unter der Plasmaspiegel-Zeit-Kurve (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Area_under_the_curve" target='_blank'>area under the curve</a>) haben, außerdem müssen sie eine weitgehend gleiche Anflutungszeit und -geschwindigkeit haben, (also soll die maximal erreichbare Konzentration nach gleicher Zeit erreicht werden).<br />
Diese Arzneistoffe sind durch ihre <strong>Struktur</strong> definiert!<br />
<br />
Im Gegensatz dazu gibt es <strong>rekombinant hergestellte Produkte</strong>, die durch ihren <strong>Herstellungsprozess</strong> definiert sind.<br />
Was auf den ersten Blick vielleicht seltsam erscheint, wird bei genauer Betrachtung verständlich: Bei DNA-rekombinationstechnisch hergestellten Produkten wird die gewünschte DNA (meist mit Hilfe eines Plasmids) in einen Mikroorganismus oder eine Zelllinie gebracht - darin wird die DNA exprimiert und translatiert. Das Produkt ist ein Protein (!) und wird durch Extraktion und Reinigung gewonnen.<br />
Hier müssen unter anderem das Wirt-Vektor-System und der Herstellungsprozess zugelassen werden. Nachgewiesen werden muss u.a. die Stabilität der Zellbänke und, dass sie frei von potentiell onkogenen oder infektiösen Erregern sind. Da das Produkt über den Herstellungsprozess definiert ist, kann hier nicht einfach was verändert werden - so ist die Sicherheit gewährleistet.<br />
Will eine andere Firma (nach Ablaufen des Patentschutzes) das selbe Protein herstellen, so muss ein eigenes Wirt-Vektor-System mit eigenem Herstellungsprozess zugelassen werden! Hier ist es nötig eigene Klinische Studien zu machen. Ein solches Medikament, das nach Ablauf des Patentschutzes auf den Markt gebracht wird, heißt <strong>Biosimilar</strong>. <br />
<br />
<em>Merke:</em><br />
Generika haben also einen identen Wirkstoff, sie sind "gleich". Biosimilars können per Definition niemals "gleich" sein, sondern nur "ähnlich", da sie durch den Herstellungsprozess definiert sind! Sie sind selbst dann nicht "gleich", wenn am Schluss eigentlich das selbe Protein vorliegt.]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=42#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=42</link>
	<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 23:31:00 +0200</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Pharmazie, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Erythropoetin und CNI [update]]]></title>
	<description><![CDATA[Heute gibts hier wieder mal ein bisschen Wissen!<br />
<br />
Menschen mit chronischer Niereninsuffizienz (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Chronisches_Nierenversagen" target='_blank'>CNI</a>) leiden oft an <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anämie" target='_blank'>Anämie</a>, also einem Mangel an roten Blutkörperchen. Der Grund dafür ist, dass die Niere nicht genug Erythropoetin produziert, das die Bildung von Erythrozyten veranlasst.<br />
<br />
Etwas genauer:<br />
Physiologisch reagiert die Niere bei einem gesunden Menschen z.B. auf Sauerstoffmangel im Blut. Ist zu wenig Sauerstoff vorhanden, so wird in der Zelle ein Weg in Gang gesetzt, der ein bestimmtes Gen exprimieren lässt - es wird also ein Protein, und zwar das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erythropoetin" target='_blank'><em>Erythropoetin</em></a>, gebildet.<br />
Erythropoetin veranlasst u.a. im Knochenmark die Stammzellen dazu, sich zu Erythrozyten zu entwickeln.<br />
<br />
Erythropoetin wurde durch Dopingfälle bekannt, es gibt verschiedene, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rekombinantes_Protein" target='_blank'>rekombinant</a> hergestellte EPO-Präparate, die heute auf der Dopingliste stehen, bei der Therapie von Krankheiten aber eine sehr wichtige Rolle spielen.<br />
]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=38#b9X03Q</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=38</link>
	<pubDate>Sun, 20 Mar 2011 20:36:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Pharmazie, Interessantes, Medizin</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Sexine [update]]]></title>
	<description><![CDATA[<strong>Was ist eine Sexine?</strong><br />
*<br />
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*<br />
Platz zum Nachdenken, Phantasieren und Raten<br />
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*<br />
Eine Sexine ist bei Pflanzen ein Teil eines Pollenkorns.<br />
Das Pollenkorn besitzt eine widerstandsfähige Zellwand aus zwei Komplexen: die innere Intine und die äußere Exine.<br />
Diese äußere Exine ist wieder zweischichtig: die (äußere) Ektexine und die (innere) Endexine.<br />
Ein Teil dieser Ektexine ist die Sexine.<br />
<br />
Die genauere Erklärung überlasse ich wikipedia:<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Bei den Angiospermen (Bedecktsamer) ist die Endexine granulär aufgebaut. Die Endexine und die dichte Fußschicht der Ektexine wird zur Nexine zusammengefasst. Der übrige Teil der Ektexine bildet die Sexine, die meist sehr stark strukturiert ist. Besteht die Sexine aus Stäbchen, Keulen, Kegeln, Warzen und ähnlichen Strukturen, jedoch ohne einer Außenschicht, spricht man von intectaten Pollenkörnern. Bei tectaten Pollenkörnern sind die Säulchen (Columellae, Bacula) an der Außenseite zu einer Schicht, dem Tectum verbunden. Das Tectum kann wiederum sehr vielgestaltig sein: durchbrochen, mehrschichtig, selbst wiederum skulpturiert.</fieldset><br />
aus: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pollen" target='_blank'>Pollen</a><br />
Dinge, die ich immer schon wissen wollte...!]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=31#9.tjvK</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=31</link>
	<pubDate>Fri, 04 Feb 2011 14:34:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Humor, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[von Mikroskopen und Haselnusseis]]></title>
	<description><![CDATA[nobody is perfect<br />
Frage: "Was wurde 1620 erfunden?" <br />
Richtige Antwort: das Speiseeis<br />
<br />
Niemand war gestern der Ansicht, dass das stimmen könnte, weil... es auch nicht stimmt ^^<br />
Mein Vorschlag, es wäre das Mikroskop, wurde da schon eher angenommen, was meinen Spielstein weiter vorankommen ließ =)<br />
<br />
Dass die Menschheit erst um 1600 Eis gegessen hätte, fände ich auch sehr seltsam... ^^<br />
Wie vermutet, hat man schon wesentlich früher Eis verzehrt, laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Speiseeis" target='_blank'>wikipedia</a> beschrieb es der griechische Dichter Simonides von Keos (um 500 v.Chr.) als <br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>aus Gletscherschnee mit Zutaten wie Früchten, Honig oder Rosenwasser bestehend</fieldset><br />
Das erste Mikroskop hingegen wurde um 1600 gebaut. *grins*<br />
<br />
Bei dem Gedanken an Speiseeis kommt gleich große Sehnsucht nach Sommer, Sonne und Haselnusseis auf... *seufz*<br />
<br />
]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=29#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=29</link>
	<pubDate>Tue, 01 Feb 2011 13:53:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Arum cylindraceum - südöstlicher Aronstab]]></title>
	<description><![CDATA[Allmählich beginnt mir das Morphologie-Lernen Spaß zu machen, es ist zwar ein ordentlicher Brocken und recht mühsam, aber im Grunde genommen sind die vielen bunten Pflanzenbilder im ersten Skript ganz hübsch und nett anzuschauen, das motiviert... ^^<br />
<br />
Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Südöstlicher_Aronstab" target='_blank'>Südost Aronstab</a> ist eine interessante Pflanze, in der Biologie-VO hat der Professor den Geruch der Pflanze, wenn sie Insekten zur Bestäubung anlockt, folgendermaßen beschrieben: "Sie stinkt so, wie ein großer, verfaulender Elefant in einem Zimmer."<br />
Die Pflanze erzeugt außerdem Wärme. Angelockte Schmetterlingsmücken werden - sobald sie sich in der Blüte befinden - durch Haarkränze und glatte Wände am Entkommen gehindert, erst wenn die Bestäubung vollzogen ist, werden sie wieder freigegeben.<br />
<br />
Ein schönes Video dazu gibt es bei GEO: <a href="http://www.geo.de/GEO/natur/tierwelt/65791.html" target='_blank'>Gefangen in der Blüte</a> (2 min)<br />
]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=26#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=26</link>
	<pubDate>Thu, 20 Jan 2011 18:04:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Interessantes, Uni</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Körperoberfläche berechnen]]></title>
	<description><![CDATA[Um die Dosis verschiedener Medikamente bestimmen zu können, oder den Anteil von Verbrennungen am Körper zu berechnen, braucht man die Körperoberfläche des Menschen.<br />
Will man diese in Quadratmeter wissen, gibt es verschiedene Formeln, die man u.a. <a href="http://flexikon.doccheck.com/Körperoberfläche" target='_blank'>hier</a> findet.<br />
<br />
Mir gefällt die <a href="http://flexikon.doccheck.com/Boyd-Formel?PHPSESSID=21e447c1f415b1adbb99ba49d200f9e4" target='_blank'>Formel nach Boyd</a> am Besten, es ist die einzige mit einem Logarithmus in der Potenz:<br />
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<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Körperoberfläche [m2] = 0.0003207 x (Körpergröße [cm])^0,3 x Körpergewicht [g]^(0.7285 - 0.0188 x log(Körpergewicht[g]))</fieldset><br />
Natürlich stellt sich die Frage, ob es für die Praxis wirklich von Bedeutung ist, die Körperoberfläche so genau berechnen zu können. In ungefährem Maß ist es für Medikamentengaben sicherlich wichtig, doch darf man auch nicht vergessen, dass jeder Mensch unterschiedlich reagiert und die Dosis daher sowieso auf jeden Patienten individuell angepasst werden sollte.<br />
Trotzdem find ich die Formeln cool... =)]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=24#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=24</link>
	<pubDate>Tue, 18 Jan 2011 23:46:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Interessantes, Medizin</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Apotheken Hotline ab Jänner 2011 [update]]]></title>
	<description><![CDATA[Ab Jänner 2011 wird es in Österreich eine neue Apotheken-Hotline unter 1455 geben.<br />
Da gibts z.B. Infos zu der nächsten, diensthabenden Nachtapotheke, was für akut unterwegs oder auf Urlaub ohne smartphone sicher ganz praktisch ist. Außerdem gibts auch Hilfe zu den Beipacktexten, was für ältere, sehbehinderte oder blinde Menschen auch nicht ganz unwesentlich ist!<br />
Find ich gut, werd die Info dann sicher auch öfter im KTW-Dienst weitergeben...<br />
<br />
<fieldset class="quotediv"><legend>Zitat</legend>Ab Jänner 2011 bieten die Apotheken eine neue Telefonhotline an. Unter der einfach zu merkenden Nummer 1455 erhält jeder Anrufer rasch und unbürokratisch Auskunft über die nächste dienstbereite Apotheke, auf Wunsch sogar mit Wegbeschreibung. Die Apotheken-Hotline 1455 wird rund um die Uhr, 24 Stunden, 365 Tage lang erreichbar sein. "Kundenservice ist für uns Apotheker besonders wichtig. Dank der neuen Apotheken-Hotline wissen unsere Kunden mit einem Anruf, welche Apotheke in ihrer Nähe Dienst versieht", freut sich Mag.pharm. Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer auf das Projekt. <br />
<br />
In Österreich versehen jede Nacht, an Wochenenden und Feiertagen rund 350 Apotheken Bereitschaftsdienst. Die insgesamt 1280 Apotheken in Österreich wechseln sich ab, so dass jede Apotheke mehrmals im Monat auch in der Nacht, an Wochenenden und Feiertagen Bereitschaftsdienst leistet. In Grippezeiten werden an einem Wochenende bis zu zweihundert Kunden von einer dienstbereiten Apotheke versorgt. In besonders dünn besiedelten Gebieten müssen die wenigen Apotheken vor Ort mitunter jede Nacht erreichbar sein. Diese gesetzlich geregelte Serviceleistung wird nicht wie Spitäler oder Ärztenotdienste von der öffentlichen Hand oder der Krankenkasse bezahlt, sondern muss vom Apothekenbetrieb über den eigenen Umsatz finanziert werden. <br />
<br />
In Österreich spielen die öffentlichen Apotheken eine wichtige Rolle als Gesundheitsnahversorger. Die Beratung und Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ist das zentrale Anliegen der Apothekerschaft. Es zeigt sich, dass blinde und sehbehinderte Menschen bei der Arzneimitteleinnahme besonders betreut werden müssen. Die kleingeschriebenen Beipacktexte sind für diese Menschen nicht lesbar. "Blinde und sehbehinderte Menschen erhalten über die Apotheken-Hotline 1455 kompetente Antworten auf pharmazeutische Fragen direkt von der Apothekerin, dem Apotheker", sagt Dr. Christian Müller-Uri, Mitglied des Präsidiums der Österreichischen Apothekerkammer.</fieldset><br />
<br />
ots-Presseaussendung der Österreichischen Apothekerkammer vom 23. November 2010, <a href="http://www.apotheker.or.at/Internet/OEAK/NewsPresse_1_0_0a.nsf/webPages/5D09B6D7FF2D3FB6C12577E4003249D7?OpenDocument" target='_blank'>hier</a> zu finden]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=14#m9U_Wa</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=14</link>
	<pubDate>Thu, 09 Dec 2010 18:45:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Pharmazie, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Metabolisierung von Medikamenten [update]]]></title>
	<description><![CDATA[Hat man Kopfschmerzen, Schnupfen oder Husten, so ist man froh, wenn das eingenommene Medikament brav seine Wirkung entfaltet... wie werden Medikamente im Körper aber wieder abgebaut?<br />
Das geschieht durch Enzyme! Menschen haben aber unterschiedliche Varianten dieser Enzyme in ihren Genen festgelegt, was mit ein Grund ist, warum Medikamente bei verschiedenen Menschen unterschiedlich wirken.<br />
<br />
Metabolisierende Enzyme werden in 2 Gruppen eingeteilt:<br />
<strong>Phase-I-Enzyme</strong> modifizieren Stoffe durch Oxidation, Reduktion oder Hydrolyse,<br />
<strong>Phase-II-Enzyme</strong> modifizieren Stoffe, indem sie diese mit endogenen Substituenten konjugieren, also z.B. mit Aminosäuren, Glucuronsäure, Schwefelsäure, Essigsäure, usw...<br />
<br />
<br />
Ich will heute von den <strong>Cytochrom-P450-Enzymen</strong> schreiben, die zu den Phase-I-Enzymen gehören. Es sind <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oxygenase" target='_blank'>Monooxygenasen</a>, die aus dem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Häm" target='_blank'>Häm</a>-Protein CYP450 und der CYP450-Reduktase aufgebaut sind und ubiquitär sind, also in quasi allen Lebewesen vorkommen. Bei Säugern werden sie in allen Organen, v.a. aber in der Leber, exprimiert.<br />
(Zellulär gesehen findet man die CYP450-Enzyme im Endoplasmatischen Reticulum und an der inneren Mitochondrienmembran.)<br />
<br />
Es sind verschiedene <strong>Cy</strong>tochrom-<strong>P</strong>450-Enzyme bekannt:<br />
Bei Enzyme der selben Familie müssen mind. 40% der Sequenz übereinstimmen (CYP1-Familie, CYP2-Familie, usw.). <br />
Bei Enzymen der selben Unterfamilie müssen über 55% übereinstimmen (z.B. CYP2C, CYP2D,...). <br />
Die Zahl am Schluss bezeichnet dann ein Enzym, z.B. das Enzym CYP2C9 oder das Enzym CYP2D6.<br />
Beim Menschen gibt es 18 CYP-Familien, wobei die Familien 1, 2 und 3 an der Metabolisierung von Arzneimitteln beteiligt sind.<br />
So ein Enzyme hat eine geringe Substratspezifität, d.h. es ist nicht sehr wählerisch, sondern verstoffwechselt verschiedenste Medikamente.<br />
<br />
<strong>Genetische Polymorphismen</strong><br />
Von einem genetischen Polymorphismus spricht man, wenn eine Genvariation in einer Population auftritt und die Häufigkeit dieser Mutation über 1% liegt.<br />
Will heißen: Menschen haben nicht alle die selben Enzyme und nicht gleich viel davon! <br />
Ein Mensch produziert richtig viel vom richtigen Enzym (<em>normaler Metabolisierer</em>), ein anderer produziert das Enzym gar nicht (<em>langsame Metabolisierer</em>), wieder ein anderer produziert viel mehr dieses Enzyms (<em>ultrarapide Metabolisierer</em>) und noch ein anderer produziert ein fehlerhaftes Enzym, das nicht so gut funktioniert (<em>intermediate Metabolisierer</em>).<br />
<br />
Das bedeutet aber gleichzeitig, dass Medikamente vollkommen unterschiedlich abgebaut werden, während ein Mensch bei einer Dosis perfekt im Therapeutischen Bereich liegt, kann ein anderer (überspitzt gesagt) bei der selben Dosis Nebenwirkungen stärker verspüren, in den toxischen Bereich kommen, oder aber das Medikament so schnell abbauen, dass der therapeutische Bereich gar nicht erst erreicht wird.<br />
<br />
Ein einziges fehlerhaftes Basenpaar beeinflusst die Wirkung des Enzyms enorm; es sind einige solcher Single-Nucleotide-Polymorphismen (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Single_Nucleotide_Polymorphism" target='_blank'>SNP's</a>) bekannt, wichtig in Bezug auf Arzneimittel sind Polymorphismen folgender Enzyme:<br />
CYP2C9, CYP2C19 und CYP2D6<br />
<br />
<strong>CYP2C9</strong> metabolisiert z.B.<br />
Vitamin-K-Antagonisten, wie Marcoumar<br />
NSAIDs, wie Diclofenac, Ibuprofen<br />
<br />
<strong>CYP2C19</strong> metabolisiert z.B.<br />
Protonenpumpenhemmer, wie Omeprazol<br />
Antidepressiva, wie Citalopram, Moclobemid<br />
Diazepam, Progesteron, Propanolol,...<br />
<br />
<strong>CYP2D6</strong> metabolisiert z.B.<br />
Betablocker, wie Alprenolol, Metoprolol, Timolol,...<br />
Antidepressiva, wie Fluoxetin, Clomipramin, Paroxetin,...<br />
Antipsychotika, wie Haloperidol, Risperidon,...<br />
Antiarrhythmika, wie Amiodaron, Ajmalin, Propafenon,...<br />
Antihypertensiva, wie Urapidil<br />
Opioide, wie Codein, Tramadol,...<br />
Amphetamin und -derivate<br />
Metoclopramid, Ondansetron<br />
<br />
Die <strong>CYP3A-Familie</strong> metabolisiert einen großen Teil aller eingesetzten Arzneistoffe, hier sind <em>keine</em> genetischen Polymorphismen bekannt, aber die hepatische Expression variiert stark (bis zu 50-facher Variabilität), was wiederum zu einer bis zu 20-fach unterschiedlichen Verstoffwechselung führt.<br />
<br />
<em>Noch ein paar Fakten...</em><br />
Interethische Unterschiede, wie diese Polymorphismen verteilt sind, gibt es.<br />
Betrachtet man beispielsweise CYP2D6, so sind 6-8% der europäischen Bevölkerung langsame Metabolisierer, während dies auf weniger als 1% der asiatischen Bevölkerung zutrifft.<br />
Es sind mehr als 70 verschiedene Polymorphismen des CYP2D6 bekannt, sie werden autosomal rezessiv vererbt. <br />
Ca. 80% der europäischen Bevölkerung haben eine normale CYP2D6-Aktivität.<br />
Eine DNA-Chip-Analyse ermöglicht es, herauszufinden, welcher Polymorphismus beim einzelnen Individuum vorliegt.<br />
<br />
(Informationen aus Uni-Skripten.)]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=11#ERE9-x</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=11</link>
	<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 19:58:00 +0100</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Allgemein, Pharmazie, Interessantes</category>
</item>
<item>
	<title><![CDATA[Wie kommt der Sauerstoff von der Mutter zum Kind?]]></title>
	<description><![CDATA[<strong>Vorwissen und Interessantes</strong><br />
Hämoglobin ist ein tetrameres Protein, das heißt, der Proteinanteil besteht aus 4 Untereinheiten. Wichtig für den Sauerstofftransport ist das Häm (die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Prosthetische_Gruppe" target='_blank'>prosthetische Gruppe</a>), in dessen Zentrum sitzt ein Eisenatom, das den Sauerstoff komplexiert, also sozusagen während des Transports "festhält".<br />
<br />
Das Protein "schützt" das Häm, dieses alleine hätte eine 25.000-fach höhere Affinität zu Kohlenmonoxid als zu Sauerstoff, die Bindung wäre also quasi irreversibel. Die Proteinhülle senkt diese Vorliebe um den Faktor 100. Da in der Atemluft der Sauerstoff aber in hohem Überschuss vorliegt, wird auch noch die restliche 250-fach höhere Affinität wettgemacht.<br />
<br />
Vergleicht man Hämoglobin, welches O2 im Blut transportiert und Myoglobin, das den Sauerstoff im Muskelgewebe übernimmt, so hat Myoglobin <em>immer</em> (egal welcher O2-Partialdruck herrscht) eine höhere Affinität zum Sauerstoff als das Hämoglobin. Das ist wichtig, damit der Sauerstoff ins Gewebe gelangt, wo er ja gebraucht wird...<br />
<br />
Verschiedene Faktoren beeinflussen, ob ein Hämoglobinmolekül mehr oder weniger dazu geneigt ist, den Sauerstoff abzugeben. Dazu zählt 2,3-Bisphosphoglycerat (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/2,3-Bisphosphoglycerat" target='_blank'>2,3-BPG</a>)! Es bindet an das Hämoglobin und beeinflusst in die Richtung, dass der Sauerstoff lieber abgegeben wird. <br />
(Auch Protonen und CO2 beeinflussen in diese Richtung.)<br />
<br />
<br />
<strong>Wie gelangt aber der Sauerstoff vom mütterlichen Kreislauf in den des ungeborenen Kindes?</strong><br />
Das hängt mit den Untereinheiten des Proteinanteils zusammen, das tetramere Protein besteht aus 2 unterschiedlichen Paaren. <br />
Erwachsene Menschen haben 2 alpha-Untereinheiten und 2 beta-Untereinheiten (übrigens trägt jede Untereinheit eine Hämgruppe). <br />
Fetales Hämoglobin besteht hingegen aus 2 alpha- und 2 gamma-Untereinheiten. Dieses Hämoglobin kann 2,3-BPG <em>nicht</em> binden und hat daher eine höhere Affinität zum Sauerstoff als adultes Hämoglobin. So kann der Sauerstoff in der Plazenta vom mütterlichen Kreislauf gut in den des Kindes diffundieren.<br />
<br />
(Genauer nachzulesen in "Biochemie" von Werner Müller-Esterl.)]]></description>
	<guid>https://www.enantiomer.at/index.php?id=6#</guid>
	<link>https://www.enantiomer.at/index.php?id=6</link>
	<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 22:00:00 +0200</pubDate>
	<author>Xylo</author>
	<category>Interessantes, Medizin</category>
</item>

	</channel>
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