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Vorab: ich kann weder Kochen noch Backen: wenn ich versuche Gemüselaibchen (also so ein Teig mit Tiefkühlgemüse drin) in Öl rauszubraten, plane ich meistens die doppelte Menge ein, denn ein großer Teil verbrennt, sauft sich mit Öl an oder macht sich irgendwie anders ungenießbar.

Manchmal versuche ich mich trotzdem im Kochen, meistens dann, wenn die Fertiggerichte mir so zum Hals stehen, dass mir sogar mein selbstgekochtes Essen lieber ist - und so kann ich schon von einigen absurden Erlebnissen in meiner Küche erzählen.

Vor kurzem hatte mein Schatz Geburtstag, letztes Jahr habe ich mich noch mit Daim-Torte vorm Backen drücken können, dieses Jahr wollte ich das dann aber doch nicht und habe also beschlossen, dass es doch einmal funktionieren muss, etwas Wohlschmeckendes hervorzubringen.

"Es ist einfach, wie eine Synthese, nur ordentlich an die Vorschrift halten und fest dran glauben, dann wirds schon funktionieren", habe ich mich motiviert. "Und nicht vergessen: ab und zu kosten!", sage ich mir in Gedanken an meine letzte saure Soße, bei der ich den Zitronensaft nicht abgeschmeckt, sondern nach Gefühl dazugegossen habe.

Also hab ich frohen Mutes bei netter Musik zuerst einmal die Karotten gerieben - da kann noch nicht so viel schief gehen (außer, dass das Reiben mühsam ist, wenn man kleine Karotten kauft, die schon beim Schälen quasi verschwinden...)
Dann gehts weiter im Rezept:
Zitat4 Eigelb rühren Sie mit dem Vanillezucker, der geriebenen Zitronenschale und dem vorbereiteten Zitronensaft cremig.

Ich kontrolliere, ob ich alles bei der Hand hab: Ja, alles ist da. Irgendwie ist das aber nur wenig, wenn ich das rühren soll, ich überlege, ob ich da einen Schneebesen oder den Mixer verwende. Viel schief gehen kann auch mit Mixer nicht! Also mische ich die paar Dinger und versuche brav mit dem Mixer die kleine Menge cremig zu bekommen. Nach etwa zehn Minuten scheint es mir cremig genug und hocherfreut, dass sich meine Furcht, es würde wässrig bleiben, nicht bestätigt hat, leere ich, wie beschrieben, die Karotten und den Mohn dazu...
Irgendwie ist das alles sehr trocken! Ich versuche das Ganze noch mehr zu mischen, aber da ist einfach absolut keine Flüssigkeit mehr im Gefäß, nur viel trockener Mohn.
Ich seufze tief und kontrolliere das Rezept - was habe ich bloß falsch gemacht??!?
Seltsam, ich habe mich exakt an das Rezept gehalten und trotzdem kann das doch so echt nicht passen...

Als ich die Zutatenliste nochmal lese, geht mir dann ein Lich auf:
Im Zubereitungs-Text ist der Zucker vergessen worden! *roter Kopf*
Da hätten beim cremig-rühren noch 200g Zucker dazu gehört -_-
Soviel zum Thema "wenn ich mich ans Rezept halte, kann doch nichts schief gehen"...

Mit Telefonjoker Mama habe ich die Torte dann aber zum Glück doch noch irgendwie hin bekommen, sie war zwar nicht so groß wie eine richtige Torte (Schnee unterheben ist auch nicht gerade meine Stärke ^^), aber die Zuckerglasur war hübsch und ich glaube, ganz lecker war sie doch - am Ende war ja zum Glück auch die richtige Menge Zucker drin... ;)

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Direktlink  Kommentare: 1 geschrieben von Xylo am Dienstag, 04.01.2011, 22:03
Eingeordnet unter: Allgemein, Humor

Kommentar(e):
mia hat am Mittwoch, 12.01.2011 um 18:55 geschrieben:
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Die Torte war auf jeden Fall super :)

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